Was bedeutet das?

„Wehrhafter Pazifismus“ ist eine politische Philosophie, die Frieden und Gewaltfreiheit fördern will, aber auch die Notwendigkeit der Selbstverteidigung und des Einsatzes von Gewalt in bestimmten Situationen anerkennt.

Der Grundgedanke dabei ist, dass Pazifismus nicht mit Passivität oder Untätigkeit gegenüber Aggression oder Ungerechtigkeit gleichzusetzen ist. „Wehrhafter Pazifismus“ erkennt an, dass es Situationen geben kann, in denen Gewaltlosigkeit nicht wirksam ist und daher die Anwendung von Gewalt notwendig ist, um sich selbst oder andere zu schützen oder um größeres Leid zu vermeiden. Die Anwendung von Gewalt muss dabei begrenzt, verhältnismäßig und von ethischen Grundsätzen geleitet sein. Insgesamt strebt „wehrhafter Pazifismus“ eine Balance zwischen den Idealen des Friedens und der Gewaltfreiheit einerseits und der Notwendigkeit der Selbstverteidigung und des Einsatzes von Gewalt in bestimmten Situationen andererseits an. „Wehrhafter Pazifismus“ ist nicht dogmatisch sondern orientiert sich am Humanismus.